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Kaum zu glauben, aber Wahr!

 

Gestern bat mich eine Mandantin, sie ins Jobcenter Potsdam zu begleiten.

Der Fall: Ihr vorläufiger Bescheid wurde erst am 31.01 2017 ausgestellt, obwohl es ein Nachantrag war, denn sie schon am 16.12. 2016 gestellt hatte. Da sie über kein Konto verfügt, bekommt sie ihr Geld per Scheck. Da sie ihren Scheck aber nicht bekommen hat, wollten wir das im Jobcenter klären.

Aber das war nicht das einzige Problem.

In dem neuen vorläufigen Bescheid war ihr Mehrbedarf für spezielle Ernährung nicht mehr aufgeführt.

Nach einer kurzen Wartezeit ging es zu der Beraterin ins Dienstzimmer.

Dort erklärten wir der Sachbearbeiterin, was für ein Problem wir mit dem Bescheid hätten und das meine Mandantin Geld braucht.

Die Erklärung der Sachbearbeiterin ließ mich vom Glauben abfallen.

Da der Bescheid erst am 31. erstellt wurde, konnte jetzt erst der Auftrag zum Druck des Schecks veranlasst werden. So konnte der Scheck erst dann verschickt werden, also hier schon viel zu spät!

Darauf antwortete ich, dass es ein weiterführender Bescheid sei und meine Mandantin trotzdem ihr Geld rechtzeitig hätte bekommen müssen. Hier wäre die Gesetzgebung doch eindeutig. So wollten wir einen Abschlag bekommen, so dass sich meine Mandantin fürs Wochenende mit ihrer speziellen Nahrung versorgen kann. Das wurde aber Abgelehnt, mit der Begründung, dass man nur was Zahlen kann, wenn der Scheck rückläufig ist. Darauf Antwortete ich wieder, dass nach Gesetz ihr das Geld zum 1.02. zur Verfügung stehen müssen. Auch auf die Frage was passiert, wenn der Scheck verloren geht konnte sie mir keine Antwort geben.

Da kam der Mehrbedarf zur Sprache. Auch hier fand sie eine Ausrede. Da kein neues Attest vorläge, könnte man den Mehrbedarf nicht berücksichtigen.

Darauf antwortet ich, dass sie ja wohl kaum von einem zum andren Tag den Mehrbedarf nicht mehr braucht und das es ja nur ein vorläufiger Bescheid gewesen wäre und damit den Mehrbedarf weiter hätte zahlen müssen bis ein neues Gutachten vorlege.

Es half alles nichts, meine Mandantin bekam kein Geld.

Daraufhin fuhren wir gleich zum Sozialgericht Potsdam, um dort eine einstweilige Beschluss zu erwirken, so dass meine Mandantin ein Anschlag vom Regelsatz erhält, um sich was zu essen kaufen zu könnte.

Aber auch hier bekamen wir keine Hilfe, obwohl der Richter wusste, dass das Jobcenter gegen das Gesetz verstoßen hat! Das war unglaublich!

Daher sagte ich im Beisein des Richters, dass sich meine Mandantin daran gewöhnen muss, kein Mensch mehr zu sein und nur ein Kostenfaktor. Jetzt prostete sich der Richter auf, was mich aber nicht interessierte. So viel zu unserem RECHTSSTAAT!

Jetzt konnte ich sie nur noch nach Hause fahren, da sie kein Geld für eine Fahrkarte hatte.

Hier wurde vorsätzlich das Leben meiner Mandantin vom Jobcenter und Sozialgericht auf`s Spiel gesetzt, da eine normale Ernährung für sie Lebensgefährlich ist. Hier macht sich das Jobcenter und das Sozialgericht der vorsätzlichen Körperverletzung schuldig!

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